Buch-Tipp: A Song of Ice and Fire - Serie

Tempus fugit. Es scheint mir noch gar nicht so lange her zu sein, dass ich den letzten Artikel in diesen Blog geschrieben habe. In Wirklichkeit sind es 3 ganze Monate. Wow.

Lesestoff
Nachdem ich etwa zur Zeit meines letzten Posts den aktuellen Teil der "Wheel Of Time" Bände lesen konnte ("Towers Of Midnight"), wurde es danach still an der Fantasy-Front. Mein Vorrat an Fantasybüchern war aufgebraucht. Der nächste Band in der WoT Reihe erscheint wahrscheinlich erst im Herbst diesen Jahres - solange konnte ich unmöglich auf Fanstasybücher verzichten! Ich habe also einen alten Vorsatz in die Tat umgesetzt und mir auf gut Glück "A Game Of Thrones" von Amazon bestellt. Es ist der erste Teil der Serie "A Song of Ice and Fire" des amerikanischen Autors George R. R. Martin.

Ein Freund (und viele Rezensenten auf Amazon) waren von dem Buch und der dazugehörigen Reihe "A Song Of Ice And Fire" sehr angetan. Zu recht, wie ich nun einmal feststellen darf, nachdem ich sowohl "A Game Of Thrones", "A Clash of Kings" als auch mehr als die Hälfte von "A Storm Of Swords" gelesen habe. Diese Serie hat enormes Suchtpotenzial!

Alles wird nicht gut
Ein wie ich finde bemerkenswertes Merkmal dieser Fantasy-Reihe ist ihre Unnachgiebigkeit. Vermeintliche Protagonisten sterben genau so schnell wie Redshirts mit kaum mehr als einer Sprechrolle. Vermeintliche Nebendarsteller werden dafür mit einem Mal Protagonisten (bzw. Antagonisten) und vermeintlich Bösewichte auf einmal zu Helden.

Naja .. insofern man hier überhaupt von Helden sprechen kann. Sagen wir es so: Es gibt Leute mit viel Dreck am Stecken, Leute mit weniger Dreck am Stecken und es gibt Kinder. Die beiden letzteren sind wohl das, was einem Helden am nächsten kommt.

Adel verpflichtet
In den Büchern wird u.a. die Geschichte verschiedener Adelshäuser auf dem Kontinent "Westeros" erzählt. Dabei bedient sich der Autor stets sog. "POV-Charakteren" (POV = Point Of View, Sichtweise), aus deren Sicht er die Handlung erzählt.

Die Häuser streiten um Macht, Einfluss und Königswürden, während außerhalb von Westeros langsam alte Übel wieder erstarken. Gelungen finde ich die Darstellungen der einzelnen Pläne und Ränke, die geschmiedet werden, denn der Spannungsbogen bleibt so - ob des ungewissen Ausgangs - konstant hoch.
Jedes der Adelshäuser agiert zumeist um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen.  Mit Vorstellungen über "ritterliche" Tugenden und mittelalterliche Kriegsführung (Stichworte: Plündern, Vergewaltigen, Brandschatzen) und vielen anderen Verklärungen der "klassischen" Fantasy wird hier hart ins Gericht gegangen. Wer einen historischen Roman von z.B. Cornwell (z.B. "Harlequin") gelesen hat, weiß in etwa was ich meine.

Kämpfe sind brutal und - wie eingangs erwähnt - auch vermeintliche "Hauptcharaktere" segnen in ihnen das Zeitliche. Die Magie spielt in dieser Serie bisher eine Nebenrolle. Ja, es gibt ein paar mystische Gestalten, ein bisschen Zauber hier und da, aber im Großen und Ganzen ist Westeros ein sehr un-magisches Reich. Schlachten werden mit Stahl, Feuer und Blut gewonnen, nicht durch Massenvernichtungszauber.

Weiter geht's
Ein Buch ("A Feast For Crows") wartet noch auf mich, bevor auch bei dieser Serie zunächst Geduld gefragt ist. Die Bücher "A Dance With Dragons", "The Winds Of Winter" und "A Dream Of Spring" sind geplant - verlässliche Daten zur Veröffentlichung gibt es leider noch nicht.

Komm' ich jetzt im Fernsehen?
Ja! Es gibt eine TV-Adaption von HBO, die im April diesen Jahres zunächst in den USA ausgestrahlt wird. Die Infos auf der Website sehen enorm vielversprechend aus. Für jedes Buch ist zunächst eine Season geplant. Hoffen wir, dass die Serie gelingt und die Gunst des amerikanischen Publikums ergattern kann. Auf dass es viele Seasons geben möge :) !

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