Eine weitere Episode der Serie "Neulich im ICA":
Ich schlenderte so durch die Regalreihen ohne auf der Suche nach etwas Besonderem zu sein. Hier schaute ich nach dem Preis, dort nach dem Haltbarkeitsdatum und im Vorbeigehen fiel mein Blick auf das Regal mit den DVDs.
Kenn' ich schon, Verstehe ich nicht weil Norwegisch, "Operation Valkyrie", Aha. "Enthält Zwei Discs" - Soso. Eine Disc sollte angeblich eine herkömmliche DVD sein, während die andere den Film als Datei enthalten sollte. Nehmen die Hersteller mir jetzt etwa das Rippen ab? Vom Computer aus, konnte man diesen Film dann angeblich auch auf mobile Abspielgeräte kopieren und mit sich herumtragen. Soweit die Theorie.
Ich kannte den Film noch nicht und auch technisch wollte ich mal herausfinden, was es mit dieser merkwürdigen Zusatzscheibe auf sich hat. Mir persönlich hat der Film gut gefallen und ich fand Cruise als Stauffenberg eine gelungene Besetzung (besonders, wenn man die körperliche Ähnlichkeit der beiden berücksichtigt).
Die DVD mit dem Film für den Computer hingegen erwies sich als nur mittelprächtig. Tatsächlich lagen auf der DVD verschiedene .wmv Files, die nach Sprachen sortiert waren. Dabei handelte es sich aber wohl nur um die Sprachen der verfügbaren Untertitel, da der Film selbst ausschließlich in der Originalvertonung daherkam (lt. Verpackung). Zum Abspielen dieser Dateien wurde entweder der Windows Mediaplayer oder ein PlayForSure kompatibles Abspielgerät benötigt; dank DRM. Recht schnell fand ich heraus, dass mein MacBook weder das eine noch das andere besitzt :( .
Ohne entsprechend kompatiblen Player sah das Bild dann zwar sehr psychedelisch aus, da ich aber mit dem LSD aufgehört hatte, als ich eingeschult wurde, habe ich den Film letztenendes von der DVD geschaut.
Damit entfiel dann für mich auch das "Code-eingeben": Auf der Innenseite der Hülle war ein langer Zifferncode zu sehen, der wohl den rechtmäßigen Besitzer unter Windows authentifizieren sollte. Das wiederum erinnerte mich an Computerspielklassiker wie Ultima oder Monkey Island, die man nur spielen konnte, wenn man die mitgelieferten Goodies besaß (Buch, Kodierungsrad, usw.).
Fazit:
Warum muss denn das DRM-Verseucht sein? Es ist ja schon ein Fortschritt, dass überhaupt mal jemand daran denkt den Film auch als Datei zur Verfügung zu stellen. Aber PlayForSure played eben nicht for sure! Das ist schon sehr auf Windows gemünzt imho. Was ist mit den ganzen Unixern (außer MacOSX) und Linuxern da draußen, die doch rein rechtlich eigentlich nichtmal eine DVD auf ihrem Betriebssystem gucken dürften (deCSS, wir erinnern uns ..) ?




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